Die guten Vorsätze oder Hä

Die guten Vorsätze oder Hä? klappt ja schon wieder nicht

Alle Jahre wieder kommen gute Vorsätze, an Silvester, zum Vorschein. Alle Jahre wieder stehen ganz viele da und teilen sich und der restlichen Welt mit, was sie machen oder nicht mehr machen wollen. Alle Jahre wieder laufen viele den gleichen Weg, den sie schon in der Vergangenheit gegangen sind. Der Weg an dem nach ca. 3 Wochen Schluss mit lustig ist und die Routine der Vergangenheit zurückkommt. Ja ja, wenn die Vergangenheit nicht wäre, wäre MIR das nicht passiert. Kennt Ihr diesen Satz?

Na die Vergangenheit hat doch mit meinen „guten“ Vorsätzen nichts zu tun, sagen manche zu sich selbst. Die Vergangenheit ist eine Summe des Erlebten.  Was soll mir dieser Satz nun im Zusammenhang mit den „guten“ Vorsätzen sagen? Dieser Satz sagt sehr viel aus über das was wir, in der Zukunft, tun oder tun werden. So lange wir immer die gleiche Routine verfolgen wird sich unsere Vergangenheit immer und immer wieder manifestieren. Die Summe wird immer die gleiche sein, so lange wir nichts an der Formel ändern. So lange wir nicht an unserem Verhalten, Einstellung und/oder Herangehensweise arbeiten.

Dinge oder Sachlagen neu zu betrachten, zeigt einem sehr schnell wer wir in diesem Moment sind. Sie deuten aber auch daraufhin, wo wir noch etwas zu verbessern haben. Vielleicht zeigen sie uns aber auch, was wir schon gutes getan haben. Was wir schon bewältigt haben, oder auch welche, früher als unmöglich geltenden Situationen, wir neu geschaffen haben und dadurch die Welt verändert wurde. Naja, aller Anfang ist ein Schritt, der genommen werden kann aber nicht muss. Manche wollen auch gerne in der Vergangenheit festsitzen, weil  sich ja alles um die Erde dreht. Es ist einfacher altbekanntes immer und immer wieder zu tun, auch wenn es manchmal schmerzhaft ist. Na, wer hat das schon erlebt, dass er immer und immer wieder das gleiche macht, obwohl es einen nervt?

Der Grund ist simpel zu verstehen, aber birgt Rätsel , die uns zum Grübeln bringen. Wieso machen wir vieles immer und immer wieder, obwohl wir dieses nicht wollen? Die Antwort ist so simpel wie auch logisch, weil wir es über eine Routine, bewusst oder unbewusst erlernt haben. Hinzukommend nutzen wir unsere Vergangenheit für die Zukunft. Wir leben was wir erlebt haben. Wir sind was wir erlebt haben und verhalten uns auch so. Dies passiert bewusst oder unbewusst, darauf ankommend ob wir die Sachlage/Situation betrachten oder an uns vorübergehen lassen. Zusätzlich kommt hier über die erlernten Tatsachen auch der wichtige Punkt der Biologie des Menschen ins Spiel, dass jede Situation ein Gefühl/Empfinden auslöst. Dies führt nun dazu, dass im Körper Reaktionen ausgelöst werden, die wir spüren oder auch nicht spüren.

Die, die wir spüren, sind am einfachsten zu erkennen. Zum Bsp., wenn ein Kind ins Wasser geschubst wird und danach schwer hochgekommen ist und das Gefühl der Panik sich breit gemacht hat. Das Kind, in diesem Moment, das Empfinden hatte, ich ertrinke. Dieses Empfinden ist so präzise für dieses Kind, dass selbst wenn der Boden berührbar war, aber das Kind nicht den Kopf über Wasser bekommen hat, die Panik/Angst/Verlorensein zu 100 fach verstärkt wird. Nun besteht die Möglichkeit, dass das Kind diese Situation hervorruft, jedes mal wenn es im Wasser ist und nicht einmal untertauchen muss. Die Berührung des Wassers selbst reicht aus um dieses Gefühl hoch zu holen. Diese Panik/Angst/Verlorensein, erscheint einem nun als real. Die Welt der Vergangenheit ist im Jetzt wieder angekommen.

Tja, die Vergangenheit ist eine Summe des Erlebten. JOJO, was hat das nun mit meinen guten Vorsätzen zu tun? Die guten Vorsätze sind Dinge, die wir leben weil wir sie erlebt haben und nun verändern wollen. Sachen, die wir bemerkt haben und nun zu unserer neu gestalteten Lebenseinstellung hineinbringen wollen. Weil wir unser Leben auf einen anderen Weg leiten wollen. Weil wir Veränderung in unserem Leben hervorrufen wollen. Joah und zack sind 3 Wochen um und die Routine hat uns wieder. Das Leben geht seine gelernten und routinierten Bahnen und die guten Vorsätze sind dahin. Frustration macht sich breit und wir fangen an an uns zu zweifeln. Selbst wenn es keinen Grund zum Zweifeln gibt, da wir ja unser Verhalten erlernt haben.

Ja ja, manche sagen nun, dass es ja so einfach wäre es nur so zu betrachten. Tja wie ein großer Telefonanbieter es einmal gesagt hat, „Weil einfach, einfach, einfach ist.“ Ja es ist so einfach zu verstehen, ist eine Person der Tatsache gegenüber offen. Die Vergangenheit kommt immer und immer wieder, so lange wir nichts daran ändern. Somit ohne Wandel im Verhalten, kein Wandel im Leben. Um diesen Wandel zu vollziehen, müssen, und nicht sollen, Punkte im Leben verändert werden. Hier eine kleine Anleitung dafür.

  1. Schreiben Sie auf was Sie im Leben verändern möchten. Machen Sie dieses schriftlich und behalten Sie es nicht nur im Kopf. Was Sie schreiben bleibt zu einem größeren Prozentsatz im Gehirn bestehen.
  2. Nun schreiben Sie auf wie Ihr Tagesverlauf ist und das an jedem Tag.
  3. Fangen Sie mit dem ersten Vorsatz an den Sie bewältigen wollen. Nehmen Sie für den ersten ruhig einen einfacheren. Wieso? Erst einmal etwas einfacheres um sich wieder an Veränderung zu gewöhnen, um dann schwierigere Herausforderungen an zu gehen.
  4. Nehmen Sie Ihren Vorsatz und planen Sie diesen fest in Ihr Tagesgeschehen ein. Bsp., Sie wollen früher aufstehen, normalerweise stehen Sie immer um 8 auf, stellen Sie sich Ihren Wecker 5 Minuten früher, für eine Woche. Ja für eine Woche und was ist die nächste Woche? Nächste Woche wieder 5 Minuten früher und das auch für eine Woche.
  5. Belohnen Sie sich nach jeder Woche in der Sie diese Sachlage erfolgreich gemeistert haben. Nicht Schummeln, da auch nicht gemeisterte Dinge, die in dieser Woche, in Verbindung mit dem Vorgenommenen, als Erfolg gesehen werden. Das Unterbewusstsein kann nicht unterscheiden zwischen gemeistert und nicht gemeistert, wenn Sie sich belohnen auch wenn Sie es nicht konsequent durchgezogen haben.
  6. Suchen Sie keine Ausreden für den Tag, den Sie nicht gemeistert haben. Seien Sie zu sich selbst zu 100% ehrlich. Dies ohne Ausnahme, kein wenn und aber, zu 100 %.
  7. Notieren Sie Ihre Erfolge und Ihre Tage, an denen Sie nicht das erreicht haben. An den Tagen an denen Sie nicht erfolgreich waren, schreiben Sie dazu wieso und seien Sie zu 100% ehrlich. Schreiben Sie keinen Roman, sondern präzise auf den Punkt. Bsp., Aufstehen um 8 Uhr morgens : Veränderung gewollt, Aufstehen um 7:30 Uhr morgens. Maßnahme, Wecker 5 Minuten früher gestellt. Montag bis Donnerstag erreicht, Freitag bis Sonntag nicht. Grund: Freitag zu müde, weil Abends zu spät ins Bett, Samstag und so weiter und so weiter.
  8. Notieren Sie alles in einem Journal, das Sie jede Woche Revue passieren lassen.
  9. Setzen Sie sich Erinnerungen in Outlook oder sonstige Mechanismen, die Sie nutzen möchten.
  10. Sein Sie aufrichtig zu sich selbst und lügen Sie sich selbst nicht an.
  11. Berücksichtigen Sie Ihre Gefühle und Emotionen, aber lassen Sie sich nicht davon leiten. Wenn die Stimme in Ihrem Kopf sagt, das kannst du nicht oder irgendetwas anderes, “NICHT DARAUF HÖREN“. Sondern nur zuhören und eruieren ob das was der Kopf sagt wirklich stimmt, oder ob es nur ein Resultat des Erlebten ist.
  12. Planen Sie nach dem ersten Vorsatz etwas schwierigeres ein. Nicht zu schwer, sondern etwas was Sie ein Stück aus Ihrer eigenen Komfortzone bringt, aber Sie nicht so dehnt, dass Sie aufgeben wollen.
  13. Geben Sie niemals auf.
  14. Vertrauen Sie sich selbst.
  15. Hören Sie auf Ihre Gefühle.
  16. Geben Sie niemals auf.

Dies sind ein paar Schritte, die Sie nutzen können um Ihre neuen Vorsatz fürs neue Jahr um zu setzen. Klappt etwas nicht was Sie sich vorgenommen haben, sollten Sie die Sache neu betrachten. Klappt es immer noch nicht, benötigen Sie vielleicht Unterstützung von außerhalb. Wenn Sie sich Unterstützung von außerhalb holen möchten, seien Sie gewiss, dass Sie nur Personen zu sich heranziehen sollten, die zu 100% ehrlich zu Ihnen sind. Nettigkeiten, weil diese Person nicht verletzen möchte, bringen Ihnen rein gar nichts.

2017-06-06T15:34:08+00:006 Juni 2017|BLOG|